Energieinfrastruktur

Industrieabwärme grenzüberschreitend nutzen

Grenzüberschreitende Abwärmenutzung

Ziel des Projekts ist die Realisierung einer nachhaltigen Wärmeversorgung für Straßburger Haushalte durch den Einsatz von Abwärme aus einem deutschen Stahlwerk.

Eine klimafreundliche Wärmeversorgung von Städten und Kommunen ist für die Erreichung der europäischen Energie- und Klimaschutzziele von zentraler Bedeutung. Der Einsatz von industrieller Abwärme in Fernwärmenetzen bietet dabei große Potenziale – insbesondere in der deutsch-französischen Grenzregion, wo Industriestandorte und Kommunen oft in unmittelbarer Nähe zueinander liegen. Zur Erschließung der Potenziale ist das stärkere Zusammenwachsen der Versorgungsinfrastrukturen beider Länder notwendig.

Die Deutsch-Französische Energieplattform arbeitet gemeinsam mit Akteuren vor Ort daran, ein grenzüberschreitendes Vorhaben zur Abwärmenutzung in der Region Kehl-Straßburg zu realisieren. Dabei soll die in den Badischen Stahlwerken (BSW) anfallende Abwärme ausgekoppelt und über eine neu zu bauende Wärmetrasse ins nahegelegene Straßburg transportiert werden. Hier können bis zu 4.500 Haushalte von einer klimafreundlichen Wärmeversorgung profitieren. Durch seinen grenzüberschreitenden Ansatz zeigt das Projekt, wie regionale Energieinfrastrukturen über nationale Grenzen hinweg aufgebaut und die Energiewende gemeinsam vorangetrieben werden kann.

Die Deutsch-Französische Energieplattform berät die Akteure in der Region Straßburg-Kehl zur Finanzierung sowie zur technischen und organisatorischen Realisierung des Vorhabens und begleitet sie bei der praktischen Umsetzung.

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Teamleiter Energieeffizienz Industrie

Armin
Kühn